Samstag, 12. November 2011

Rückkehr nach Buchhaim

Der größte Schriftsteller Zamoniens in einer Schaffenskrise — Hildegunst von Mythenmetz hat das Orm verloren. Da hilft nur eins: Er muss in die Stadt der träumenden Bücher zurückkehren!

Sein erster Besuch endete ja bekanntlich vor 200 Jahren mit einer großen Katastrophe. Seine neuen Begegnungen mit Buchlingen, Eydeeten, Schrecksen und Haifischmaden verlaufen zwar nicht so spektakulär und Action-geladen wie beim letzten Mal, aber Moers gewinnt das Herz seiner Leser mit mehr Wortwitz und hintersinnigem Humor als je zuvor. (Was natürlich nicht ganz stimmt, denn Moers übersetzte natürlich nur Mythenmetz' Werk aus dem Zamonischen).

Auch diesmal macht es wieder großen Spaß, die Anagramme der Künstlernamen zu restaurieren. Vor allem aber fand ich die Pointe ausgesprochen überraschend. Das Ende kommt sehr plötzlich (stimmt natürlich auch nicht ganz, denn man sieht ja, dass keine Seiten mehr übrig sind) und ist doch stimmig und gut platziert.

Definitiv ein Lesetipp! Vielleicht nicht der spektakulärste, aber für mich bisher der schönste Zamonien-Roman.

Freitag, 28. Oktober 2011

Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn


Ich habe einen unterhaltsamen Nachmittag mit den Helden meiner Kindheit im Kino verbracht. :)

„Die Abenteuer von Tim und Struppi” erzählt zwar streng genommen keine aus den Alben bekannte Geschichte, ist dafür aber unterhaltsames Action-Kino mit einem brillianten Daniel Craig als schurkischem Red Rackham/Sakharin. Die Computeranimation sorgt nicht nur für erstaunliche Tricks (ein Fechtkampf mit Ladekränen ist mal was Neues), sondern auch dafür, dass die Charaktere aussehen wie von Hergé gezeichnet.

Die Geschichte ist temporeich umgesetzt und erinnert immer wieder an Indiana Jones oder James Bond. 
Der Film besteht im Wesentlichen aus den Handlungen von „Le Secret de La Licorne” und „Le crabe aux pinces d´or”. Die Kombination ist nicht aus der Luft gegriffen, denn in letzterem Abenteuer lernen sich Tintin und Haddock kennen. Tournesol taucht zwar in „Le Trésor de Rackham le Rouge” zum ersten Mal auf, aber aus diesem Band werden nur die letzten Seiten verwendet, anscheinend nicht genug für einen Hauptcharakter der Serie.


Die Figur des Tintin gibt eigentlich nicht so schrecklich viel Mimik her, da kann auch Jamie Bell nichts machen. Dafür ‚lebt‘ Milou ausschließlich und durchaus sympathisch durch die CGI. Andy Serkis (Gollum) als Cpt. Haddock fand ich, trotz seiner Stop-Motion-Erfahrung nicht so doll, aber Daniel Craig war fantastisch. Die Nebenfiguren kommen sehr Comic-haft rüber. Sehr viel Mühe wurde interessanterweise auf die Statisten verwendet.


Meine Meinung: Nicht nur was für Fans. ;)