Der größte Schriftsteller Zamoniens in einer Schaffenskrise — Hildegunst von Mythenmetz hat das Orm verloren. Da hilft nur eins: Er muss in die Stadt der träumenden Bücher zurückkehren!
Sein erster Besuch endete ja bekanntlich vor 200 Jahren mit einer großen Katastrophe. Seine neuen Begegnungen mit Buchlingen, Eydeeten, Schrecksen und Haifischmaden verlaufen zwar nicht so spektakulär und Action-geladen wie beim letzten Mal, aber Moers gewinnt das Herz seiner Leser mit mehr Wortwitz und hintersinnigem Humor als je zuvor. (Was natürlich nicht ganz stimmt, denn Moers übersetzte natürlich nur Mythenmetz' Werk aus dem Zamonischen).
Auch diesmal macht es wieder großen Spaß, die Anagramme der Künstlernamen zu restaurieren. Vor allem aber fand ich die Pointe ausgesprochen überraschend. Das Ende kommt sehr plötzlich (stimmt natürlich auch nicht ganz, denn man sieht ja, dass keine Seiten mehr übrig sind) und ist doch stimmig und gut platziert.
Definitiv ein Lesetipp! Vielleicht nicht der spektakulärste, aber für mich bisher der schönste Zamonien-Roman.