So war noch reichlich Zeit für die Wechselausstellung. Die wiederholte Erwähnung von Andreas Feininger auf verschiedenen Plakaten lockte mich zusätzlich. Tatsächlich ist Feininger aber noch nicht dran. Stattdessen zeigt das Museum gegenwärtig und bis zum 27. Januar Fotos von Anton Stankowski.
Das erste Foto ließ mich die Stirn runzeln: Kontrastarm und sehr eigenwillig angeschnitten war mein Gedanke: "Na, das würde in der fc aber gewaltig durchfallen." Wenn man sich aber auf die Bilder einlässt, merkt man, dass es hier nicht um herausragende Bilder geht. Stankowski zeigte in meinen Augen einen bemerkenswerten Blick für banale Alltäglichkeiten, die er nicht einmal besonders inszeniert hat. Etliche Bilder wirken wie Schnappschüsse, andere wie willkürlich geschnitten. Eines haben aber alle (ok, die meisten) gemeinsam: Sie fesseln meinen Blick und laden mich dazu ein, mich mehr als nur ein paar Sekunden auf sie einzulassen. Sie wirken auf mich vor allem durch die Kombination aus unbunter Fotografie mit dem zumeist fast-quadratischen Format.
Mein Fazit: Ich finde Stankowskis Werk ausgesprochen inspirierend.
Gruß
Uwe