Er braucht zwar ca. 50 Seiten, bevor die Story richtig in Fahrt kommt, aber Durchhalten lohnt sich. Neben, stellenweise ausgesprochend überraschender, Situationssaukomik folgt ein Hieb auf die moderne, alltägliche Dekadenz durch alle Gesellschaftsschichten nach dem anderen. Vermes legt rotzfrech den Finger in die offenen Wunden des besten uns bekannten Gesellschaftssystems, allerdings ohne so zu tun als ginge es anders besser.
Besonders bitter ist, dass der Leser hier nicht über Adolf Hitler im Robinzak-Anzug lacht, sondern mit ihm. Aber wie der Autor ihn selbst betonen lässt: „Das Thema Juden ist nicht witzig.” Ein Blick in den Spiegel, den man unbedingt werfen sollte…
Gruß
Uwe
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