Samstag, 19. Oktober 2013

Todesengel

Wäre Andreas Eschbach ein Sportler , würde ich ihm mangelnde Konstanz in der Leistung vorwerfen. Spätestens seit dem unterirdischen Werk „Der Nobelpreis” kann ich seine Bücher nicht mehr unbesehen lesen. Manchmal ist es spannend, manchmal einfach nur konfus.

In diesem Jahr erschien mit „Todesengel” endlich mal wieder ein Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Themenkomplex ist ebenso aktuell wie kontrovers. Äußerlich geht es um Jugendgewalt-Kriminalität und die Frage, ob es eine Entscheidung freien Willens ist, kriminell zu werden oder nicht. Der Kern der Geschichte beleuchtet aus allerlei Richtungen die Ansätze der Gesellschaft mit dem Problem umzugehen.

Das Ganze wird spannend um einen vermeintlichen Superhelden arrangiert, der die anonyme Großstadt ‚beschützt’. Glücklicherweise werden auch die Leser, die anfangs vielleicht auf der Seite des Vigillanten stehen, am Ende mit einer heftigen Kopfnuss darauf gestoßen, dass Selbstjustiz einfach nicht funktioniert.

Endlich mal wieder ein richtiges Lesevergnügen von Andreas Eschbach.
Gruß
Uwe

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